Artikel Fußnote
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- /Die Ehm-Welk-Schule in Rostock Evershagen/*
> > > > Seit 10. März sind Anti G8 Aktivistinnen in einem Teil der ehemaligen > > Ehm-Welk-Schule in Rostock Evershagen dabei, das Convergence-Center > > (CC) für die Proteste gegen den G8 aufzubauen und die leeren Räume der > > Schule nutzbar für die am Widerstand beteiligten Gruppen und Leute zu > > machen. Wir rufen alle dazu auf, uns hier in Rostock beim weiteren > > Aufbau zu unterstützen und sich hier mit Zeit, Kraft und Lust > > einzubringen. > > > > Wir sind darauf angewiesen mehr zu werden in der Schule, um die vor > > uns liegenden Aufgaben bewältigen zu können. Neben Unterstützerinnen > > brauchen wir auch noch Material und Werkzeug jeglicher Art. > > > > übergeben wurde die Schule von der Stadt Rostock nur unter der > > Bedingung, dass auch Leute dort übernachten, um das Gebäude vor > > Vandalismus zu schützen. > > > > Dieser Umstand veranlasste uns- eine bunte Mischung von Aktivistinnen > > aus unterschiedlichen Spektren der Anti G8 Protest Bewegung- dazu, > > genau dies zu tun. > > > > Es hat sich hier in der Schule schon einiges entwickelt und jeden Tag > > entsteht ein Stück mehr. > > > > Diese Infrastruktur wird sich hoffentlich mit eurer Hilfe, > > Kreativität, euren Ideen und praktischer Mitarbeit bis zum G8 Gipfel > > und womöglich darüber hinaus weiterentwickeln. > > > > Bislang wurde eine Volksküche (öffentliche Küche für alle, gegen > > Spende, auch Vokü genannt ) und ein Cafe eingerichtet. Weiter gibt es > > in der Schule schon einen PC-Raum und Internet, einen Infoladen , ein > > Materialraum, eine Kneipe, eine (noch ziemlich leere) Werkstatt und > > das Kunst-Projekt, durch das Fresken und ein Mosaikbild die Schule > > ganzheitlich verschönern soll. > > > > Weitere Projekte für die Nutzung der Räume sind in Planung. Der > > Prozess, die Schule zu einem Ort werden zu lassen, der offen für die > > gesamte Bewegung sowie für Anwohnerinnen ist, hat gerade erst begonnen…. > > > > Arbeitsgruppen, Politgruppen und Workshops haben auch die Möglichkeit > > sich hier zu treffen und Veranstaltungen zu machen. > > > > Für die sogenannte heiße Phase der Proteste vom 1. Juni bis 10. Juni, > > wenn viele zehntausende Menschen zu den Demonstrationen, Aktionstagen > > und vielfältigen Protesten in die Region um Rostock / Bad Doberan > > kommen, soll das Convergence Center (CC) der Anlaufpunkt in Rostock > > für Protestierende aus aller Welt sein. > > > > Wir wollen internationalen Globalisierungs- KritikerInnen darin > > unterstützen, Gegenentwürfe zu diskutieren, zu entwickeln und an die > > Öffentlichkeit zu tragen. Um Aktivistinnen ein Forum zu bieten, bei > > dem sie sich auf Diskussion, Koordination und Aktion konzentrieren > > können, ist Infrastruktur und Logistik von Nöten. > > > > Ein Samstag in der Ehm – Welk- Schule : > > > > Ein Aktivist bläst die Internationale mit der Trompete zum Frühstück, > > meist zwischen 8-10 Uhr. Dabei werden die Neuigkeiten vom > > vorabendlichen Party feiern ausgetauscht. Beispielsweise der aus dem > > Nichts erscheinende Anwohner im Bademantel. Mit einer aufgesetzten > > Schlafmütze, läuft er Schnur Stracks auf den Schlagzeuger, der gerade > > spielenden Band zu und packt ihm kräftig an den Kragen. Während er > > alle Anwesenden für verrückt erklärt und seinen Schlaf und Ruhe fordert. > > > > Am Frühstückstisch fantasieren wir darüber welche Begegnungen > > Evershagen noch für uns bereithält. > > > > Ein anderes Frühstücksthema sind die eingeschmissenen Fensterscheiben > > in der Nacht zuvor. Von wem wohl???? > > > > Sonst wird die OZ gelesen und ein Jubel geht durch den Raum, wenn Herr > > Ramann mal wieder zitiert wurde. > > > > Punkt 10 Uhr: Oh Nein hört frau durch den Raum raunen. „Die > > Jugendlichen stehen vor der Tür!“ Wer kümmert sich um sie? Wer öffnet > > die Tür und wer entscheidet welche Jugendlichen hineindürfen und nicht > > gerade gestern erst den die Amatur des Waschbeckens abmontiert haben > > und einen Wasserfall durch das ganze Haus verursacht haben. > > > > Eigentlich um 12 Uhr aber wahrscheinlich eher um 12.30 Uhr versammeln > > sich alle und besprechen, was unbedingt zu tun wäre und was schön wäre > > zu tun. > > > > Danach stürzen sich alle hoch motiviert und strahlend bei Sonnenschein > > in die anstehenden Aufgaben. > > > > Ab 14 Uhr stossen einige Leute aus Rostock zum samstaglichen Subotnik > > dazu. > > > > Einige gehen auf die Märkte und fragen nach Essen, was weggeworfen > > werden soll (containern). Andere fahren los und sammeln Sperrmüll ein > > um die Schule zu füllen mit Sitz,- Schlaf und Wegstellgelegenheiten. > > Wieder andere richten die Räume oder die Küche ein. Ganz Andere backen > > in Hülle und Fülle Kuchen am Fliessband für das öffentliche > > Sonntagscafe (von 14 -17 Uhr) oder Schnippeln und Kochen für die > > Anwesenden. Dann gibt es noch diejenigen die versuchen die > > Streitigkeiten zwischen den Jugendlichen zu schlichten. Und nicht zu > > vergessen, diejenigen die den G8 Protest vorbereiten, sich über die > > Email-Listen verständigen, all sonntagliche Zaundemonstrationen, > > Infoveranstaltungen in und um Rostock herum organisieren, mit der > > Stadt Vereinbarungen über die Camps treffen, Fresken an den Wänden und > > Mosaiks auf den Böden der Schule entstehen lassen und etc…. > > > > Plötzlich kommt es zur Unruhe in der Schule. Die Punks sind da. Sie > > sehen aber nur so aus? Einige von Ihnen brabbeln was von nationalem > > Stolz und Ihrem Rostock, wo wir nichts zu suchen hätten. Sie wollen > > Ärger. Wir bitten sie die Schule zu verlassen. Einige werden > > handgreiflich. Da das nicht die Art ist mit der wir Kommunizieren oder > > Handeln wollen, müssen wir sie rausschmeissen. Auf den Weg ins hinaus > > hinein werden Latten mit Nägeln gegen uns eingesetzt und Flaschen > > geschmissen. Draussen geht’s weiter. Sie wollen nicht gehen und > > greifen immer wieder Leute an oder schmeissen mit gefundenen > > Gegenständen. Nach langem Hin und Her verziehen sich die angeblichen > > Punks und einige verabschieden sich mit dem Spruch: „Wenn die Nazis > > bei euch Mollis reinwerfen sind wir dabei“ > > > > Als hätten wir nicht besseres zu tun, versammeln sich Kahlköpfige und > > Kurzhaarige an dem gegenüberliegenden Pavillion des Schulhofs. Ein > > Nationalsozialist, der nach eigener Aussage kein Fascho sein will > > nähert sich dem Schuleingang. Mit angetrunkenem Mut, möchte er das > > Gewohnheitsrecht: von den kahl und kurzhaarigen am Pavillion Partys zu > > feiern anmelden. > > > > Er erzählt ganz viel Mist und geht wieder. > > > > Kurz darauf kommt ein Six-Pack Freunde und Helfer an. Die wollen > > natürlich mal wieder unsere Pässe sehen. Dies wird ihnen wie immer > > verwehrt. Bei ihrem Abzug wird einem Nazi auf die Schulter von Opa > > Bulle geklopft und nach dem Wohlergehen seines Vaters gefragt. > > > > Nach dem anstrengenden Tag gibt es dann ein „Wie weiter Plenum“. Das > > wird dann meist alles auf das Convergence Center Plenum am Sonntag > > (abwechselnd 17 Uhr oder 19 Uhr) oder auf das Benutzerinnenplenum am > > Mittwoch 17 Uhr verlagert. Wenn wir damit fertig sind, gibt es > > leckeres Abendessen und alle widmen sich ihrer Abendgestaltung. > > Genervt ist frau dann von den Nazis, die nichts Besseres zu tun haben > > als ihr Scheisssprüche rumzuschreien und sich zu besaufen. Aber unsere > > Musik und Gelächter in unserer tollen Bar übertönt sie glücklicherweise. > > > > Was uns jetzt noch zu sagen bleibt ist: Frühling, Sonne, Widerstand- > > Kommt zum CC- Ostseestrand > > > > Ehm-Welk-Schule > > > > K.-Erasmussenstr. 8 > > > > 18016 Rostock > > > > *Kontakt per mail* > > > > * Rostock: cc-rostock[at]riseup.net > > > > * * > > > > *Spenden für Convergence Center* > > > > Netzwerk Selbsthilfe e.V. > > > > Konto 740 388 7000 - BLZ 100 900 00 - Berliner Volksbank > > > > Wichtig - Verwendungszweck: Convergence Center > > > > ------------------------------------------------------------------------